Lupinen

 

 Lupinen gibt es in vielen verschiedenen Farben. Diese hier wachsen in Carminas Garten.





Lupinen sind bei Hummeln sehr beliebt. Aber auch Bienen holen sich bei ihnen den Nektar.




Lupinen haben lange Pfahlwurzeln und sie können damit das Wasser aus tieferen Bodenschichten holen. Deshalb haben sie auch dann noch keinen Durst, wenn es für andere Pflanzen schon zu trocken ist. Lupinen blühen viele Wochen lang und sie werden mehrere Jahre alt. Jedes Jahr wachsen sie weiter in die Höhe und in die Breite. Auch ihre Blätter werden dabei immer größer.



Wenn sie verblüht sind, bilden sich Schoten. Sie erinnern an die Hülsen von Erbsen, sind jedoch sehr giftig. Es gibt auch essbare Lupinen. Doch die giftigen können leicht mit den essbaren verwechselt werden. Deshalb niemals versuchen, die essbaren Lupinen selbst zu sammeln, sondern im Laden kaufen.




In den Schoten reifen die Samen heran. Sie sind erst hellgrün und werden dann später dunkelgrau. Wenn es beim Schütteln des Stängels raschelt, sind die Samen reif.


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Die Lupinen benutzen einen Trick, um ihre Samen möglichst weit zu verbreiten. Könnt ihr euch vorstellen, wie sie das tun? Nächste Woche gibt es die Auflösung.



Lupinen-Infos für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene


Wenn wir die Wurzeln der Lupinen betrachten, sind deutlich kleinere Verdickungen zu erkennen. Sie werden als Knöllchen bezeichnet. In ihnen leben die Knöllchenbakterien und diese können den Stickstoff, den die Lupinen aus der Luft filtern, so umwandeln, dass daraus organische Verbindungen entstehen, die für die Pflanzen Dünger sind. Dies ist eine stark vereinfachte Erklärung. In den Wintermonaten können wir uns in Carminas Hexenstube noch intensiver damit beschäftigen. Die Knöllchenbakterien arbeiten also eng mit den Lupinen zusammen. Aus diesem Grund kommen Lupinen in der Regel ohne zusätzlichen Dünger aus. Sie haben ihre eigene Dünger-Fabrik in den Wurzeln. In Carminas Garten wachsen sie im rötlichen Lehmboden. Sie vertragen die pralle Sonne, gedeihen jedoch auch im Halbschatten. Sie entwickeln schnell lange Pfahlwurzeln und brauchen nicht viel Wasser.




Die großen Pflanzen haben zwei trockene Sommer ohne zusätzliche Wassergaben gut überstanden. Es kommt jedoch darauf an, wie viel Wasser noch in den tieferen Bodenschichten vorhanden ist. Im Allgemeinen gilt die Regel: Lieber weniger gießen, als zuviel. Bei frisch eingepflanzten Lupinen ist dies anders, denn diese lassen über einen längeren Zeitraum hinweg die Blätter hängen oder rollen sie an den Rändern in Richtung Mitte ein, wenn sie durstig sind. Sie haben einen wesentlich höheren Wasserbedarf.

Die langen, kräftigen und verzweigten Wurzeln der Lupinen sind der Grund dafür, warum sie es einem sehr übel nehmen, wenn sie umgepflanzt werden.  Bei den jüngeren ist dies noch möglich, jedoch kümmern sie eine ganze Weile, bis sie dann wieder anfangen zu wachsen. In dieser Zeit müssen sie ausreichend gegossen werden und zwar immer dann, wenn die Blätter schlaff werden. Es kann Tage dauern bis sie sich komplett geglättet haben.




Ältere Exemplare überstehen so einen Umzug in der Regel nicht. Wenn sich ein Umpflanzen gar nicht vermeiden lässt, ist es sehr wichtig, dass die Wurzeln möglichst nicht beschädigt werden. Es ist hilfreich, die Pflanze sofort nach dem Ausgraben für ein paar Tage in einen Bottich mit Wasser zu stellen, sonst erschlaffen die Blätter sehr schnell. Nach dem Einpflanzen am neuen Standort, muss die Lupine sofort gut gewässert werden. Bitte nicht in der prallen Sonne ausbuddeln oder einpflanzen. Lieber auf Tage mit bedecktem Himmel warten oder die Morgen-, bzw. Abendstunden nutzen.




Lupinen sterben nach mehreren Jahren komplett ab. Wer immer sofort alle verwelkten Blüten abschneidet, wird dann irgendwann keine Lupinen mehr in seinem Garten haben. Wer sich jedes Jahr aufs Neue an der Blütenpracht der Lupinen erfreuen möchte, sollte die Samen am Stängel ausreifen lassen. Sie verbreiten sich dann ganz von alleine. Das macht die wenigste Arbeit, führt jedoch dazu, dass die Lupinen dort wachsen, wo sie wollen. Wenn sie sich im Garten wohlfühlen, dann nehmen sie so nach und nach große Flächen in Beschlag. Es empfiehlt sich deshalb, nicht alle Samen an den Stängeln zu lassen. Sie sind reif, wenn der geschüttelte Stängel raschelt. (Siehe Video weiter oben). Nimmt man die Schote zwischen Daumen und Zeigefinger und drückt darauf, dann öffnet sie sich.


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Spätestens, wenn im Garten knackende Geräusche zu hören sind, ist es aller höchste Zeit, die Schoten abzurupfen. Am besten geht das, wenn man in Richtung Boden an den Schoten zieht. Um die restliche Feuchtigkeit zu entziehen, werden sie anschließend noch weiter getrocknet. Dabei ist es wichtig, den Karton mit festem Papier oder einem Tuch zu bedecken, denn sonst verteilen sich die Samen im ganzen Zimmer.

Die noch nicht ganz abgetrockneten Stängel kann man jetzt knapp unter der Stelle, an der die Schoten hingen oder noch hängen, abschneiden.




Komplett leere Schoten erkennt man daran, dass davon nur noch spiralförmig eingedrehte Hülsen übrig sind.


 


Nach dem Abschneiden verbleiben einige Seitentriebe, die dann neu ausschlagen.



Seit einigen Jahren blühen die Lupinen in Carminas Garten von Mai bis ca. August. Und sie erblühen sogar ein weiteres Mal, wenn die Witterung bis in den November oder sogar Dezember hinein noch verhältnismäßig mild bleibt.


Der lange Blütenstängel treibt dann oft aus dem Boden neu aus. Beim ersten stärkeren Frost ist diese Pracht dann leider dahin. Jedoch ist der Anblick dieser Farbtupfer kurz vor dem Beginn der kälteren Jahreszeit, jedes Mal eine wahre Freude.

Ich wünsche euch viel Spaß mit den Lupinen.

Eure Carmina